Lehm

 

 

Lehm ist das älteste im Bauwesen verwendete Bindemittel, es ist neben Holz das älteste Baumaterial des Menschen und gehört neben Kalk und Zement zu den wichtigsten mineralischen Baustoffen des 20. Jahrhunderts. Die ältesten Lehm-Bauten, wie etwa in Ägypten aus dem Reich der Pharaonen, sind rund 3200 Jahre alt und seit damals wurden keine Reparaturen an diesen Bauwerken durchgeführt.

 

 

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Bei einem Umbau z.B.: in Ihrer Küche oder Wohnzimmer, lohnt es sich eine Wand in Lehm zu gestalten. Sie werden sehen wie dies einen Raum positiv verändern kann. Kontaktieren Sie uns, wir beraten sie gerne und besuchen sie uns in unserem Büro.

 

 

Schon eine Wand mit Lehm  genügt um ihren Raum etwas besonders zu geben.

Lesen Sie mehr über Lehm und seine Eigenschaften:

 

Der Baustoff Lehm

 

Lehm ist kein genormter Baustoff. Er weist je nach Fundort unterschiedliche Eigenschaften auf. Es ist daher unbedingt notwendig die Zusammensetzung zu kennen. Lehm ist ein Gemisch aus Ton, Feinsand (Schluff) und Sand, größere Steine sowie organische Materialien können enthalten sein. Im Lehm wirkt der Ton als Bindemittel. Feinsand (Schluff), Sand und Kies sind lediglich als Füllstoffe zu betrachten. Spricht man von mageren oder fettem Lehm, so bezieht sich diese Aussage nur auf den Tongehalt.

 

Grundlagen

Leider zeigt sich Lehm in der Öffentlichkeit meist von seiner schlechtesten Seite, nämlich dann, wenn alle schützenden Schichten darüber schon verrottet sind. Lehm ist ein natürlicher, sehr vielseitiger Baustoff – leider mit begrenzten Einsatzmöglichkeiten in unserem rauen Klima. Lehm ist feuchtempfindlich und muss vor starken Regen geschützt werden. Wie bei jedem anderen Baustoff kann man auch beim Bauen mit Lehm nur dann gute Ergebnisse erzielen, wenn man seine Vor- und Nachteile, seine Materialeigenschaften genau kennt.

 

Vorteile:

Baubiologie, ökologisches Bauen

Lehm ist überall örtlich verfügbar, energie- und ressourcenschonend, wiederverwendbar, hat angenehme Oberflächentemperaturen, setzt keine Schadstoffe frei, reguliert die Luftfeuchtigkeit, bietet Schallschutz und die allergene Belastung ist gering.

 

Schonung der Ressourcen

Bei Verarbeitung und Transport wird für Lehm nur sehr wenig Energie verbraucht (5 -10 Prozent der Energie für gebrannte Ziegel oder Beton), da er unweit der Baustelle oder sogar als Baustellenaushub gewonnen wird und bei der Verarbeitung Energie nur für Maschineneinsatz und eventuell bei Vorfertigung für die Trocknung verbraucht wird. Lehm ist fast an allen Orten der Welt vorhanden. Ältere Dorfbewohner geben gern Auskunft über Lehmvorkommen in der Region. Aber auch Straßennamen weisen darauf hin. Das Baumaterial Lehm aus Abriss kann problemlos wieder verwendet werden. Lehm ist ein Baustoff mit einer Recyclingrate von 100 Prozent

 

Verarbeitung

Lehm greift im Gegensatz zu Kalk und Zement nicht die Haut an. Bei feuchter Verarbeitung ist die Staubbelastung sehr gering. Mit Hilfe einer fachkundigen Person, einem Lehmbauseminar oder "learning by doing" können Lehmbauarbeiten auch von Laien ausgeführt werden. Dadurch ist auch ein hohes Maß der nachbarschaftlichen Hilfe möglich und verringert die Baukosten erheblich. Selbst missratene Versuche sind schnell zu beheben oder können einfach wieder eingesumpft und neu verarbeitet werden.

 

Dauerhaftigkeit

Bei richtiger Verarbeitung, Zusammensetzung und Mischung haben Lehmbauten eine Lebensdauer von Jahrhunderten. Lehm altert bei guter Pflege in Würde.

 

Raumklima

Lehm bietet einen guten Schall- und Trittschutz, speichert die Wärme und hat eine warme Oberfläche. Durch die ausgezeichnete Wasserdampfaufnahme- und -Abgabefähigkeit liegt die relative Raumluftfeuchtigkeit konstant um die 50 %. Somit wird ein Austrocknen der Schleimhäute verhindert, Feinstaubbildung reduziert und damit Erkältungskrankheiten und Allergien vorgebeugt. Lehm absorbiert Giftstoffe und schlechte Gerüche aus der Raumluft wie z.B. Kochgerüche oder Zigarettenqualm. Als Heilerde entgiftet Lehm unseren Körper, als Baustoff unsere Häuser.

 

Holzschutz

Wegen seiner geringen Gleichgewichtsfeuchte von ca. 5%, hält der Lehm, der das Holz umschließt, trocken und schützt es vor Pilzen und lnsektenbefall. Tierische Schädlinge benötigen in der Regel eine Mindestfeuchte von 14 - 18 %, Pilze von mehr als 20%. Dadurch ist ein chemischer Holzschutz überflüssig und belastet weder Hausbewohner noch die ohnehin belastete Umwelt.

 

Wärmedämmung

Im Sommer kühl, im Winter warm, das wissen viele.

Wird Lehm mit Stroh, Blähton, Bims oder Holzhackschnitzel in der richtigen Mischung verarbeitet, kann bei einer Wanddicke von ca. 40 cm den Anforderungen der heutigen Wärmeschutzverordnung entsprochen werden, ohne die Vorteile eines homogenen Wandaufbaus aufzugeben.

 

Quelle:http://www.baudochmitlehm.de/lehm/lehm.htm